Das Quartier-Neuf wurde 1855 errichtet mit dem Ziel, die Immobilienspekulation zu bremsen und günstige Wohnmöglichkeiten für die Arbeiterfamilien zu schaffen. Diese humane Aktion ist dem berühmten Uhrmacher und 1848-Revolutionär Henri Grandjean sowie seinem Geschäftspartner Edouard Thévenaz zu verdanken.Sie lehnten sich an das Prinzip der orthogonalen Strassen von Junod mit dem Dreiermodell Strasse-Gebäudemassiv-Garten an,wie es im grossen Stil in La Chaux-de-Fonds umgesetzt wurde. Es bestehen Ähnlichkeiten zwischen der Anordnung der Gebäude des Quartier-Neuf, die um einen Platz mit Brunnen angelegt sind, und derjenigen des Stadtzentrums am Marktplatz. In der Regel besteht jedes Gebäudemassiv aus drei bis sechs Häusern, die ihren eigenen Besitzer haben und jeweils drei Wohnungen umfassen. Das hygienische Argument wurde mit einem besonderen Augenmerk auf Reinheit, Durchlüftung und Licht angewendet. Dreizehn der insgesamt 23 im ursprünglichen Plan vorgesehenen Gebäudekomplexe wurden realisiert. Zusammen mit der Cité Martini in Marin und der Cité Suchard in Serrières ist das Quartier-Neuf ein bedeutendes Zeugnis der Arbeiterarchitektur des 19. Jahrhunderts.